Wirtschaft & Finanzen

  • Wie wir PPP-Modelle erkennen und mit Ihnen umgehen können.

    Wie wir PPP-Modelle erkennen und mit Ihnen umgehen können. Die „Narrative“ (Geschichten) der PPP-Geschäftsmodelle „Krankheit, Krieg, Klima und Kontrolle“ funktionieren nur, wenn wir sie konsumieren, indem wir sie glauben.
    Die Wende wird nicht kommen – sie ist schon da. Die Pharmaindustrie hat zwar gewaltig an den mRNA-Impfungen und PCR-Tests verdient, musste aber dennoch eine Niederlage einstecken, weil ihre Vertragspartner, die Politiker, in ihrem Machtrausch die Zügel zu sehr anziehen wollten. Der „Eugeniker-Philanthrop“ Bill Gates konnte seinen Business Plan, den er in der ZDF-Tagesschau vom 10. April 2020 beschrieb, sieben Milliarden Menschen mit modifizierter RNA zu spritzen, nicht umsetzen. Auch beim Geschäftsmodell „Klima“ ist Gates vor kurzem zurückgerudert. Um sieben Milliarden Menschen zu „impfen“, hätten Gates, seine GAVI, die WHO und Konsorten eine globale Impfplicht gebraucht. Der Testmarkt in Österreich für die Durchsetzung der Impfpflicht scheiterte jedoch am erbitterten Widerstand der Bevölkerung: Im November 2021 demonstrierten hunderttausende Menschen in Österreich und in Deutschland gegen die „Impfpflicht“ und verhinderten durch ihren friedlichen Protest die Umsetzung eines von der österreichischen Regierung bereits beschlossenes, verfassungswidriges Impfpflicht-Gesetz.

  • Stoppt PPP!

    PPP – das Ende von Marktwirtschaft und Demokratie. Die Ausschaltung des Wettbewerbs wäre das Ende von Marktwirtschaft und Demokratie. Das World Economic Forum (WEF) definiert den Zweck ihrer Organisation, also den Grund, warum es das WEF überhaupt gibt, in ihrem Mission Statement. Auf der Website des WEF kann man unter “Our Mission/Unsere Mission” Folgendes lesen: „The World Economic Forum is the International Organization for Public-Private Cooperation.” https://www.weforum.org/about/world-economic-forum/

    Public Private Cooperation (früher noch etwas deutlicher als „Private Public Partnership“ bezeichnet) ist der euphemistische Ausdruck für Quasi-Monopole, die vom Staat an private Großkonzerne übertragen werden und vom Staat dann vor Wettbewerb und Konkurrenten geschützt werden. Der Staat delegiert seine Aufgaben an private Konzerne, die Verträge unterliegen strikter Geheimhaltung. Denken wir nur an die Knebel-Verträge, welche die EU-Kommission und Frau Von der Leyen teilweise über SMA mit Pfizer-CEO Albert Bourla auf Kosten der Steuerzahler mit Impfstoffherstellern abgeschlossen hat.

    Öffentlich-private Kooperationen sind ohne Konkurrenz, weil der Wettbewerb ausgeschaltet wird. Öffentlich-private Partnerschaften bedeutet Alternativlosigkeit. 
    Alternativlosigkeit ist das Gegenteil von Wahlmöglichkeit, Rechtsstaatlichkeit. Ohne Wahlmöglichkeit und Rechtsstaat stirbt die Demokratie.

  • Der Turm von Basel

    BIZ – der exklusivste Club der Welt, der die Welt steuert

    Die Bank mit dem bescheiden-langweiligen Titel „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“ (BIZ) hat ihren Sitz im schweizerischen Basel. Seit ihrer Gründung steht die BIZ im Zentrum globaler Ereignisse, bleibt jedoch oft unbemerkt. Trotz ihrer zentralen Rolle in der Finanz- und Politikgeschichte des letzten Jahrhunderts und während der aktuellen Wirtschaftskrise ist die BIZ jedoch weitgehend unbekannt geblieben. Doch das ändert sich gerade. Denn die BIZ ist keine ordinäre Bank oder eine Zentralbank, wie die Federal Reserve Bank oder die EZB. Sie ist deren Headquartes, sie ist das Spitzeninstitut von Fed und EZB und dutzenden weiteren weltweiten Zentralbanken. Die BIZ ist die Zentralbank der Zentralbanken. Die BIZ steuert nichts Geringeres als den globalen Aufbau einer neuen globalen Finanzarchitektur. Sie gestaltet maßgeblich die Finanzregeln unserer Welt. Sie ist mächtig, aber nicht demokratisch legitimiert und ihre Organwalter sind vollkommen sakrosant. Denn die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist völlig unabhängig von jeglicher staatlicher und politischer Kontrolle, niemand hat das Recht, sie zu kontrollieren oder sie zur Verantwortung zu ziehen. Die BIZ ist der exklusivste Club der Welt, der die Welt steuert.

  • Mein neues Buch „Public-Private Partnership“ ist ab sofort im Buchhandel erhältlich

    Mein Buch „Public-Private Partnership – How big corporations collude with governments as competition is for losers“ ist seit 09.09. bei BoD in englischer Sprache im internationalen Buchhandel erhältlich.

    Worum geht es bei dem Buch?

    Public-Private Cooperation (PPP) ist das Mission Statement (der Organisationszweck) des World Economic Forums: https://www.weforum.org/about/world-economic-forum/

    Das Buch beschreibt die rasch wachsende Verschmelzung von Monopolkonzernen und Regierungen durch diese zunehmend eskalierenden PPPs. Eine der wesentlichen Eigenschaften der PPP ist ihre strikte Vertraulichkeit, das Abschöpfen öffentlicher Steuermittel durch private Monopolkonzerne und ihre planwirtschaftliche Wirkung durch die Ausschaltung der Marktwirtschaft und der Konkurrenz. „Competition is for Losers“ „Competition is for Losers“ ist das neue Mantra der „strategischen Partner“.

    Das Buch ist in der Form einer Romansatire geschrieben: die Rahmenhandlung wird erzählt von zwei Münzen, die unter den Check-out Counter eines Supermarktes gefallen sind. Ein 20-Cent-Stück, genannt Koin Senior, erzählt die Geschichte seinem jüngeren Kollegen Koin, Jr., einem 1-Cent-Stück.

    Der bedeutende österreichische Ökonom und Politiker Dr. Joseph Schumpeter (1883–1950) unterschied zwischen zwei Arten von Unternehmern: den „Entrepreneur” und den „Arbitrage-Geschäftsmann”.

    Laut Schumpeter schaffen die Entrepreneure in der Realwirtschaft durch innovative Konzepte, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen wirtschaftlichen Mehrwert und steigern den Wohlstand.

    Die Unternehmer der zweiten Gruppe beschreibt Schumpeter als Arbitrage-Unternehmer. „Der Arbitrage-Unternehmer nutzt Informationen zu seinem Vorteil.“ In letzter Zeit sind Arbitrage-Unternehmer zunehmend in die Politik vorgedrungen.

    Benjamin Mudlack, Autor des Buches Neues Geld für eine freie Welt, erweiterte die heutige, Form des Arbitrageunternehmers zum Begriff des „politischen Unternehmers”.

    Politische Unternehmer besitzen keine Produktionsmittel. Stattdessen üben sie feindselige Handlungen aus, wie beispielsweise die Schaffung und Durchsetzung von Gesetzen durch PPP, die Rechte unter Androhung von Gewalt festlegen. Diese Gesetze verschaffen politischen Unternehmern indirekt Zugang zu Produktionsmitteln. Dies geschieht in Form von Steuererhebungen oder bürokratischen Maßnahmen. Wie die Politik sollte auch Lobbyarbeit als politisches Unternehmertum betrachtet werden.

    Politisches Unternehmertum steht in diametralem Gegensatz zur freiwilligen/Marktwirtschaft. Es schafft weder Produktion noch Wohlstand. Stattdessen nährt es sich vom Wohlstand, den wirtschaftliche Unternehmer geschaffen haben. Daher können politische Unternehmer ohne die Produktivkräfte wirtschaftlicher Unternehmer nicht existieren.

  • Die Matrix – Was sie dir nicht über Geld beibringen

    Was ist Geld?

    Manche Dinge im Leben sind so tief in unserem Alltag verwurzelt, dass wir selten innehalten, um sie zu hinterfragen.

    Sie sind einfach da, wirken im Hintergrund und sind so grundlegend für unsere Existenz, dass sie sich so natürlich anfühlen wie die Luft, die wir atmen.

    Wir nutzen sie, verlassen uns auf sie und bewegen uns durch die Welt, in der Annahme, dass sie genau so sind, wie sie sein sollten.

    Zum Beispiel ist jeder mit dem Satz „Geld regiert die Welt“ vertraut.

    Dieser Satz wird selten hinterfragt und eher als selbstverständlich hingenommen.

    Jeden Tag wachen Sie auf, bezahlen Ihre Rechnungen, gehen zur Arbeit und überprüfen Ihr Bankkonto – in dem Glauben, dass Sie das System, in dem Sie sich bewegen, verstehen.

    Aber haben Sie sich jemals gefragt: Was ist Geld wirklich?

    „Du nimmst die blaue Pille – die Geschichte endet, du wachst in deinem Bett auf und glaubst, was immer du glauben willst. Du nimmst die rote Pille – du bleibst im Wunderland und ich zeige dir, wie tief der Kaninchenbau geht.“ (Morpheus, The Matrix)

  • Wie politische Unternehmen den Mittelstand ruinieren

    Wie politische Unternehmen mit Private-Public-Partnerships den Mittelstand ruinieren. Politische Unternehmer besitzen selbst keine Produktionsmittel.
    Sie bedienen sich feindlicher Handlungen, indem sie beispielsweise Gesetze schaffen – vermeintlich Recht setzen – und diese unter Gewaltandrohung durchsetzen. Diese Gesetze verschaffen den politischen Unternehmern indirekt den Zugang zu den Produktionsmitteln. Das geschieht in der Gestalt, dass Steuern erhoben oder bürokratische Maßnahmen geschaffen werden. Lobbyismus ist ebenso wie Politik als politisches Unternehmertum anzusehen. Das politische Unternehmertum steht der freiwillig/marktwirtschaftlichen Seite diametral gegenüber. Politisches Unternehmertum erzeugt keine Produktion und folglich keinen Wohlstand. Es lebt vom Wohlstand, den die ökonomischen Unternehmer schaffen oder geschaffen haben. Politische Unternehmer können somit ohne die Produktivkräfte der ökonomischen Unternehmer nicht existieren.Politische Unternehmer nutzen die Produktivkräfte der ökonomischen Unternehmer und des Mittelstands, um politischen Einfluss zu erlangen.

    Nachdem politische Unternehmer selbst keine Produktionsmittel besitzen, arbeiten sie mit der Politik in Form von PPP (Private-Public-Partnerships) zusammen.Die Daten von Transparency International´s Integrity Watch https://data.integritywatch.eu/ zeigen das rasante Vordringen dieses PPP-Geschäftsmodells. Das PPP-Geschäftsmodell macht es immer schwieriger, zu unterscheiden, wo der private Sektor aufhört und wo die Regierung beginnt. „Strategische Partner“ sind zu Vollstreckungsermächtigten, zur Exekutive der Regierungen gegen die Bürger geworden. Warum? Denn Konzerne können tun, was Regierungen nach der Verfassung und den Grund- und Menschenrechten nicht tun dürfen. Politische Unternehmen machen Politik, lieben die kuschelige Vertraulichkeit von streng-vertraulichen Public-Private-Partnerships, aber sie hassen nichts mehr als Wettbewerb.

  • Neues Geld für eine freie Welt.

    Das derzeitige Fiat-Geldsystem, in welcher die Zentralbanken und Geschäftsbanken ohne jegliches Limit immer mehr Geld drucken können, ist eine wesentliche Ursache der meisten Fehlentwicklungen, mit denen wir heute konfrontiert sind.
    Der Automobilpionier Henry Ford drückte es folgendermaßen aus:
    „Es ist gut, dass die Menschen unser Banking und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es verstehen würden, dann hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh“
    Was mit diesem kryptischen Ausspruch von Henry Ford gemeint ist, – wie das derzeitige Fiat-Geld System, die Geldschöpfung aus der Luft, die Entmachtung des Mittelstands vorantreibt – und warum das Geldsystem kein Herrschaftssystem sein darf, beschreibt Benjamin Mudlack in seinem grandiosen Buch „Neues Geld für eine freie Welt“.
    „Neues Geld für eine freie Welt“ ist von der ersten bis zur letzten Seite das spannendste Wirtschaftsbuch, das ich je gelesen habe, weil es im Stil eines Unternehmers und Praktikers mit enormer Wissenstiefe vor dem Hintergrund der zeitlosen geldtheoretischen Erkenntnisse der „österreichischen Schule der Nationalökonomie“ geschrieben ist.
    Eine der wesentlichen Erkenntnisse der „Austrians“, wie sie genannt werden, weil ihre wichtigsten Schöpfer gebürtige Österreicher waren, insbesondere Carl Menger, Ludwig von Mises und der Nobelpreisträger Friedrich von Hayek, ist die politische Anfälligkeit des derzeitigen Geldsystems für Manipulationen.
    Ein weiterer Aspekt, den die Austrians vorausgesehen hatten, ist die fast vollständige Ablösung des Geldsystems von der Realwirtschaft.
    An dieser Stelle muss ich ein paar Worte zum Fiat-Geld einfügen, das auch oder Geld aus der Luft oder Geld per Mouseclick genannt wird.
    Seit der Abschaffung der Golddeckung des US-Dollars durch die Aufkündigung des Goldstandards 1971, auch als Nixon-Shock bezeichnet, wird das Geld quasi aus der Luft, also durch einen Buchungssatz der Geschäftsbanken und Zentralbanken geschaffen. Die Konsequenz des nichtgedeckten Geldes seit 1971 war, dass die Zentralbanken in den vergangenen Jahren Geld bis zum Abwinken und die Geldmenge aufblähten, d.h. inflationierten.
    Die Finanzwirtschaft hat durch die Geldvermehrung und die Nullzinspolitik nicht nur zur Teuerung, die fälschlicherweise als Inflation bezeichnet wird, sondern auch noch zu einem gigantischen Boom für spekulative Derivate geführt, zum Wachstum des politischen Unternehmertums, welches in öffentlich-privaten Partnerschaften mit Regierungen zusammenarbeitet, zu Boom and Bust-Zyklen, zum Cantillon-Effekt, der die Erstbezieher des neu geschaffenen Geldes bevorzugt und den Mittelstand benachteiligt. Der herausragendste Ökonom der österreichischen Schule der Nationalökonomie, Ludwig von Mises erkannte schon vor mehr als 100 Jahren: „Der Goldstandard ist nicht zusammengebrochen. Die Regierungen haben ihn abgeschafft, um den Weg für die Inflation freizumachen“.

  • PPP – Die Verschmelzung von Staaten und Konzernen

    Dieser Beitrag analysiert das Konzept der Public-Private-Partnerships (PPP) – Wenn Staatsaufgaben an Internationale Großkonzerne ausgelagert werden. Politik und Wirtschaft galten lange Zeit als getrennte Gebiete: Die Politik macht die Gesetze. Nichtregierungs-Organisationen (NGOs, wie WHO, IPCC, WEF) tun das, was sie behaupten: sie regieren nicht mit.
    Unternehmen produzieren Produkte und Dienstleistungen für mündige Verbraucher im marktwirtschaftlichen Wettbewerb.
    Aber das stimmt so leider nicht mehr: Gerade die aktuelle Debatte um die Textnachrichten zwischen der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla über die Corona-mRNA-Verträge hat deutlich gemacht, dass die Verfilzung zwischen der supranationalen Organisation EU und Monopolkonzernen unglaublich weit fortgeschritten ist. Die Politik macht die Gesetze und die Wirtschaft produziert Produkte? Es hat den Anschein, als sei es mittlerweile auch immer öfter umgekehrt:
    Die Politik „macht“ die Gesetze, die von Konzernen und NGOs durch Lobbyisten vorbereitet wurden. Nichtregierungs-Organisationen, wie WHO, IPCC, WEF regieren mit. Die WHO ruft Pandemien aus und das IPCC proklamiert den menschengemachten Klimawandel. Wer darüber diskutieren will, wird diffamiert. Konzerne produzieren Gesetze, Verordnungen und Richtlinien für Geschäftsmodelle mit einem Heer von Anwälten und 29.000 bezahlten Lobbyisten in der EU-Zentrale in Brüssel.
    Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Politik und Großkonzerne mittlerweile so eng miteinander verzahnt sind, dass immer öfter mit einer einheitlichen Stimme sprechen? Seit mehreren Jahren läuft dieser Trend in diese Richtung, und das mit wachsender Geschwindigkeit, wie der Jahresbericht 2024 von LobbyControl aufzeigt. Diese Bewegung ist keine geheime Verschwörung, sondern findet öffentlich statt. Die Bewegung heißt: Public Private Partnership, abgekürzt PPP. Das World Economy Forum nennt es Public Private Cooperation und bezeichnet es als ihre MISSION. Die Zusammenarbeit von Staaten und Konzernen („strategischen WEF-Partnern“) ist nichts weniger als der Organisationszweck des WEF. Sie verheimlichen es nicht, sie sagen es in aller Öffentlichkeit und jeder, der sich dafür interessiert, kann es im Detail auf der WEF-Website nachlesen.

  • Dialog zwischen zwei Münzen über das Geldsystem

    Zwei Münzen fallen unter die Scannerkasse eines Supermarktes und unterhalten sich über das Geldsystem. Unter der Scannerkasse eines Supermarkts im Wiener Stadtteil Erdberg, in der Nähe des Fiakerplatzes, liegen seit vielen Monaten zwei einsame Münzen: eine kleine Zwanzig-Cent-Münze und ein winziges Ein-Cent-Stück.

    Eine eingerauchte Publizistikstudentin im Gothic-Outfit, die an massivem Liebeskummer litt, hatte in der Stakeholderfiliale eine Flasche Obstschnaps gekauft, mit einem Zehn-Euro-Schein bezahlt und als Wechselgeld an der Kassa zwei Münzen bekommen: ein Zwanzig-Cent-Stück und ein kleines Ein-Cent-Stück. In ihrem hektischen Bemühen, die Spirituose möglichst rasch in ihrem Backpack verschwinden zu lassen, verschusselte sie die beiden Münzen. Die beiden rutschten ihr nach dem Frustkauf aus den braungekifften Fingern, fielen auf den Boden, kullerten unter die Scannerkasse und blieben dort an einer Stelle liegen, wo sie weder von den Kunden noch von den Mitarbeiterinnen der Filiale entdeckt werden konnten. Die Lage der verlorenen Münzen verschlechterte sich noch, als sie von einer Reinigungskraft beim Aufwischen des Bodens unabsichtlich unter die Bodenritze einer Sockelleiste geschoben wurden, wo die beiden Zerquetschten seither unverrückbar festsaßen.Nach und nach, über Wochen und Monate, entwickelte sich zwischen den beiden Münzen – durch den Mangel an Zukunftsaussichten in Kombination mit bedrückender Langeweile – ein Phänomen, für das weder das Heisenberg-Modell lokalisierter magnetischer Momente noch die Stoner-Theorie des Bandelektronen-Magnetismus eine wissenschaftlich fundierte Erklärung liefern konnten: Die beiden Metalle begannen, miteinander zu kommunizieren, indem sie ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit austauschten.

  • Wien, 1985: Als der US-Konzern PepsiCo eine Zeitschrift in russischer Sprache druckte. Erinnerungen an ein Friedensprojekt mit wirtschaftlichem Hintergrund.

    Als der US-Konzerns PepsiCo Inc. in Wien 1985, vor 40 Jahren, eine russisch-amerikanische Zeitschrift gründete, war ich dabei. In einer Schublade meines alten Schreibtischs im Waldviertel entdeckte ich vorige Woche eine Ausgabe des „PepsiCo Journal for Softdrink Consumption“. Das Cover der abgebildeten Ausgabe stammt aus dem Jahr 1986, es ist etwa 40 Jahre alt. Es war die letzte von 5 Ausgaben, für die ich als Marketing Manager von Pepsi-Cola von 1982 bis 1987 in der Funktion eines Chefredakteurs verantwortlich zeichnete.

    Warum ist diese Zeitschrift aus der heutigen Perspektive der aktuellen geo-politischen Situation und der wachsenden Kriegsgefahr interessant? Die Achtziger war die Zeit, als die Phase des kalten Krieges allmählich in die „Perestroika“ wechselte. Eine spannende Zeit. Der Zweck der Zeitschrift war der kulturelle Austausch von Informationen zwischen den Beschäftigten in den russischen Pepsi-Cola-Abfüllbetrieben und den Pepsi-Cola-Angestellten in den USA und in Osteuropa.

    Der Austausch von kulturellen Informationen erfolgte in beide Richtungen. Die Russen schickten ihre Beiträge über die Botschaft der UdSSR nach Wien, in welchem sie den Amerikanern ihre Lebensweise, insbesondere das russische Weihnachtsfest und das Kvas-Getränk beschrieben. Alle Beiträge mussten in der CEE-Zentrale in Wien doppelt abgestimmt werden. Mit den Russen und mit den Amerikanern. Mit meinen Chefs in der Osteuropa-Zentrale der PepsiCo in Wien und mit der amerikanischen PepsiCo-Zentrale in Purchase, New York. Es war eine einzigartige, faszinierende Herausforderung und große Verantwortung für mich und mein Team. Wir waren stolz darauf, als “ The Neutral Austrians“ dieses kooperative und wichtige Projekt leiten zu dürfen. Diplomatie und kultureller Austausch statt Krieg war das Motto dieser Zeit. Heute, 40 Jahre danach , befindet sich das PepsiCo Büro für Zentral- und Osteuropa schon lange nicht mehr in Österreich. Aber das Geschäft zwischen Amerikanern und Russen entwickelte sich ausgezeichnet, selbst als der Konkurrent Coca-Cola ebenfalls auf den russischen Markt kam. Egal ob im kalten oder im heißen Krieg. Die Konzerne machen zwischen den Machtblöcken immer gute Geschäfte.

    Daran hat sich auch heute, in einer Zeit wachsender Kriegsgefahr, nichts geändert. Business hat immer Vorrang. Denn auch der Krieg ist ein Business Model. Man verdient an den wachsenden Aktienkursen der Rüstungskonzerne und später auch an der Verteilung der Rohstoffreserven, an den gut verzinsten und besicherten Staatsanleihen und dem Wiederaufbau. Big Business und Kapitalsammelbecken machen nicht nur Gewinne, sie regieren zunehmend auch in der Politik mit. Das World Economic Forum bezeichnet die Strategie der Public Private Cooperations sogar ausdrücklich als seine Mission, den Zweck der Organisation. „Public-Private Partnership (PPP)“, also öffentlich-private Zusammenarbeit ist die Kooperation von privaten Konzernen, NGOs und supranationalen Regierungen wie der Europäischen Union und der UNO. und den angeschlossenen nationalen Regierungen der EU. Die Folge ist eine zunehmende Verschmelzung von Konzernen und Regierungen, genannt Korporatismus.

    Im Zuge der Corona-Krise haben westliche Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, transnationale Organisationen, Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, Medien und Finanzkonzerne über öffentlich-private Partnerschaften – was meiner Meinung nach ein Euphemismus für Korporatismus ist – zusammengearbeitet, um die massivste, global abgestimmte psychologische und propagandistische Operation in der Geschichte der Welt durchzuführen.

    Mit dieser Kampagne haben die Regierungen vieler westlicher Nationalstaaten Strategien, Taktiken, Technologien und Fähigkeiten psychologischer Operationen auf militärischem Niveau – die für den modernen militärischen Kampf entwickelt wurden – gegen ihre eigenen Bürger eingesetzt.

    Dies sind unbequeme Tatsachen. Die Welt der achtziger Jahre, von der viele von uns glaubten, dass sie existiert, existiert nicht mehr.

    Und die österreichische Neutralität?

    Die Neutralität Österreichs, die zu Zeiten des „Kalten Krieges“ unantastbar und identitätsstiftend eine Grundlage des Selbstverständnisses der Österreicher verbunden war, ist in jüngster Zeit unter massiven Druck geraten. Allerdings nicht durch die Mehrheit der Österreicher, die nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität eintreten. Sondern durch die Politiker, die als Repräsentanten des Österreichischen Volkes auftreten. Neutral wollte Österreich immerwährend sein. Und die Führung des Landes sollte radikal dem Wohl der Bürger verpflichtet sein. Davon ist heute, in den 20er-Jahren des 21. Jahrhunderts nicht mehr viel übrig. Österreich hat seine Souveränität längst europäischen Sachzwängen untergeordnet.

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