Das Netzwerk der Finanz-Konzerne und der Aufstieg der „großen Drei“
Das Netzwerk der Finanzkonzerne und der Aufstieg der „großen Drei“. Eine Interpretation von Untersuchungen der Wissenschaftler Stefania Vitali, James Glattfelder und Stefano Battiston, Departement für Bank- und Finanzwesen, Universität Zürich.
Das Netzwerk der globalen Vermögensverwaltungen bildet ein dicht vernetztes, mächtiges Netzwerk, welches das tägliche Leben von Milliarden von Menschen in der Realwirtschaft beeinflusst.
Das Fiat-Geldsystem schaufelt Geld und Vermögen vom Mittelstand, von der Realwirtschaft und insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen zu den Großkonzernen. Benjamin Mudlack, der Autor der neuen „Geldbibel“ Neues Geld für eine Freie Welt – Warum das Geldsystem kein Herrschaftsinstrument sein darf“ hat den Mechanismus für der Umverteilung auf 560 Seiten offengelegt und empirisch unterlegt.
Aber es gibt noch eine weitere, massive Kraft, welche die steigende Ungleichheit von Vermögen und Einkommen durch das Fiat Geldsystem noch zusätzlich verschärft. Diese zweite Kraft gewinnt täglich an Macht: das Netzwerk der globalen Finanzindustrie, welches sich zunehmend konzentriert und sich auf wenige Akteure zusammenzieht. und an Macht kontinuierlich akkumuliert. Wissenschaftler der Universität Zürich haben die Verknüpfungen der einzelnen Akteure in der Finanzindustrie mithilfe mathematischer Modelle analysiert. Das Ergebnis: Die Studien der Universität Zürich zeigten, dass sich die Machtkonzentration nach dem beinahe Zusammenbruch des Finanzsystems 2008 extrem konzentriert in den Händen einiger weniger Organisationen liegt. Das Problem von Oligopolen in der Finanzindustrie hat sich durch den beinahe-Crash 2008 nicht reduzierft, sondern – im Gegenteil – noch
noch zusätzlich verschärft.
Die Wissenschaftler suchten mithilfe einer neuen Methode der Netzwerkanalyse insbesondere Antworten auf 4 Fragen:
1. Was geschah nach der Finanzkrise 2008? 2. Wie hat sich das globale Wirtschaftsnetzwerk seitdem entwickelt? 3. 4. Wie sieht die neue Architektur der Macht heute aus? Gibt es Muster der Disruption und der Stabilität im globalen Network der Eigentümer?
Die Studie der Universität Zürich zeigte, dass die Macht nach dem beinahe Zusammenbruch des Finanzsystems extrem konzentriert in den Händen einiger weniger Organisationen liegt.
Während frühere Arbeiten durch Einschränkungen begrenzt waren, stellt die Netzwerk-Studie von Vitali, Glattfelder und Battiston die erste umfassende Analyse des gesamten globalen Eigentumsnetzwerks im Zeitverlauf dar.
Ihre Analyse liefert eine Erklärung dafür, wie ein globaler wirtschaftlicher Schock zwar viele Menschen negativ beeinflusst, aber nur marginale Auswirkungen auf die bestehenden Machtstrukturen hat.
Die neuartige Methodik der Züricher Netzwerkstudie ist ein rekursiver Algorithmus, der effizient auf großen Netzwerken implementiert werden kann und alle bisher bekannten Probleme überwindet.
Eine entscheidende Frage betrifft den kollektiven Einfluss bestimmter Gruppen von Aktionären. Wenn solche Akteure auch Anteile an anderen Mitgliedern derselben Gruppe besitzen, kann der Einflussindex dieser Gruppe aufgrund von Doppelzählungsproblemen nicht einfach durch Addition des Einflusses der einzelnen Mitglieder berechnet werden. Die Autoren der Studie wandten eine neue Methodik auf Gruppen von Knoten im Netzwerk an, indem sie die Eigentumsverhältnisse zwischen den Akteuren innerhalb der betrachteten Gruppe ausschlossen.

