Stoppt PPP!

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Die Ausschaltung des Wettbewerbs durch Public Private Partnerships (PPP) führt – ungebremst – zum Ende von Marktwirtschaft und Demokratie.

Das World Economic Forum (WEF) definiert PPP als den Zweck ihrer Organisation – also den Grund, warum es das WEF überhaupt gibt – in ihrem Mission Statement.

Auf der Website des World Economic Forums wird der Organisationszweck, die Mission des WEF definiert:


The World Economic Forum
is the International Organization
for Public-Private Cooperation.”

https://www.weforum.org/about/world-economic-forum/

Public Private Cooperation (früher liebevoll als „Private Public Partnership“ bezeichnet) ist der euphemistische Ausdruck für Quasi-Monopole, die vom Staat an private Großkonzerne übertragen werden und vom Staat dann vor Wettbewerb und Konkurrenten geschützt werden. Der Staat delegiert seine Aufgaben an private Konzerne, die Verträge unterliegen strikter Geheimhaltung. Denken wir nur an die Knebel-Verträge und SMS-Vereinbarungen, welche die EU-Kommission unter Frau Von der Leyen mit Pfizer-CEO Albert Bourla auf Kosten der Steuerzahler mit Impfstoffherstellern abgeschlossen hat.

Public-Private Cooperations, zu Deutsch „Öffentlich-private Kooperationen“ sind ohne Konkurrenz, weil der Wettbewerb ausgeschaltet wird. Öffentlich-private Partnerschaften bedeutet Alternativlosigkeit

Alternativlosigkeit ist das Gegenteil von Wahlmöglichkeit und Freiheit. Ohne Wahlmöglichkeit gibt es keine Demokratie.

Denn jede Entscheidung, etwas zu kaufen oder nicht zu kaufen, ist eine Entscheidung zwischen verschiedenen Produkten und Dienstleistungen. Deshalb müssen sich Unternehmen in der Marktwirtschaft bemühen, ihren Kunden Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die einen Nutzen haben und besser sind als die Konkurrenz.

Monopolisten hassen jedoch nichts mehr als Wettbewerb. Sie mögen keine Konkurrenz durch die mittelständischen „Hidden Champions“ in D-A-CH https://www.iwd.de/artikel/hidden-champions-die-starken-aus-der-zweiten-reihe-424550/und die Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der Marktwirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz bilden. Für den Mittelstand, der keinen direkten Zugang zum Zentralbankgeld hat, seine Investitionskredite für Investitionen bei kleineren, regionalen Banken gegen Zinsen aufnimmt und die meisten Steuern zahlt, haben ideologisierte „PPPler“ nur Verachtung übrig. („Wettbewerb ist für Verlierer“)

Peter Thiel, der Mitbegründer von Paypal und Gründer der IT-Firma Palantir, bei dem Ex-Kanzler Sebastian Kurz nach seinem Ausscheiden aus der Politik als „Global Strategist“ gearbeitet hat, erklärte Wettbewerb zur nutzlosen Ideologie. Im Wallstreet Journal im September 2014 und in seinem Buch „From Zero to One – Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet“ erläuterte er sein Geschäftsmodell:

Competition
is for Losers“

https://www.wsj.com/articles/peter-thiel-competition-is-for-losers-1410535536

Sebastian Kurz, der Geschäftsführer der Überwachungsfirma Dream Security, https://www.mittelstandsblog.blog/dream-security-die-traumsicherheit-des-sebastian-kurz-u/ ehemaliger Angestellter von Peter Thiel als „Global Strategist“ beim IT-Überwachungskonzern Palantir und von 2017 bis Mai 2019 sowie von Jänner 2020 bis Oktober 2021) Bundeskanzler der Republik Österreich: 

„Bald wird jeder jemanden kennen,
der an Covid gestorben ist!“

https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5793215/Bundeskanzler-Sebastian-Kurz_Bald-wird-jeder-von-uns-jemanden

Hier kann der Ex-Corona-Kanzler Sebastian Kurz lesen, was sein (Ex-)-Chef Peter Thiel über Politiker denkt:

„Und Leute,
die sich selbst verkaufen,
sind Politiker“

Peter Thiel mit blake Masters, From Zero to One, Campus-Verlag, Seite 127

Nichtgewählte Organisationen wie WEF, WHO, UN, EU samt ca. 29.000 Lobbyisten im EU-Headquarters Brüssel fördern nicht nur den Korporatismus durch PPPs, sondern arbeiten auch an der Implementierung der UN-Agenda 2030. (KI-Image: Shutterstock 2658918587)

Der „Stakeholder Kapitalismus“, eine korporatistische Form des Öko-Sozialismus „verordnet“ dem Mittelstand, der die Steuerlast trägt, eine notwendige Einschränkung des individuellen Wohlstands zugunsten des kollektiven „Wohlergehens“. Dieses „Wohlergehen“ wird natürlich von oben, durch die öffentlich-privaten Partnerschaften vorgegeben, durch Programme wie die C40-Städte der Bloomberg-Stiftung https://www.c40.org/de/cities/ Der Bürgermeister von Wien will auf 415 Quadratkilometer das Weltklima durch „Klimaschutzgesetze“ regulieren. Wiens Stadtregierung will das das Klima und Wetter steuern. Wer oder was soll mit dieser Zwangsmaßnahme gesteuert werden? Das Klima … – oder die Bewohner der Stadt? Mit digitaler Identität und digitalem Euro?

Wenn sich eine Gruppe von Organisationen, wie die 100 „strategischen Partner“ des WEF dazu erheben, im Namen wohlklingender Begriffe wie „Wohlergehen“ den Mittelstand zu gängeln und sich in jeden Bereich unseres Lebens einzumischen, endet dies – historisch gesehen – in einer wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe.

Friedrich von Hayek, der österreichische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, warnte in seinem Buch „Der Weg zur Knechtschaft“ schon 1945, nach der Katastrophe des Faschismus und des Nationalsozialismus, vor der Zentralisierung wirtschaftlicher Macht als Instrument zur politischen Macht:

Wenn wir als Individuen entscheiden können, was wir mit uns selber anfangen wollen, dann nur deshalb, weil die Kontrolle über die Produktionsmittel auf eine Vielzahl von unabhängig handelnden Menschen aufgeteilt ist.

Wenn sämtliche Produktionsmittel einer einzigen Hand übertragen sind, dann hat derjenige, der diese Kontrolle ausübt, vollständige Macht über uns – gleichgültig, ob es sich dabei dem Namen nach um „die Gesellschaft“ oder einen Diktator handelt.

In den Händen privater Individuen kann wirtschaftliche Macht zwar ebenfalls ein Instrument des Zwangs sein, doch sie erringt niemals die Kontrolle über das gesamte Leben eines Menschen.

Wenn wirtschaftliche Macht hingegen als Instrument politischer Macht zentralisiert wird, entsteht ein Grad an Abhängigkeit, der sich kaum noch von Sklaverei unterscheidet.

Friedrich August von Hayek, der Weg zur Knechtschaft, The International Library of Austrian economics, Band 9, seite 19

Warum Thiel und Musk keine „Libertären Austrians“ sind

Die Autorin „Futurevibes“ schreibt in ihrem Beitrag auf Substack:

„Peter Thiel und Elon Musk inszenieren sich als Libertäre – Verfechter individueller Freiheit gegen staatliche Bevormundung.

Doch wer genau hinsieht, entdeckt einen fundamentalen Widerspruch: Ihre Handlungen widersprechen den Grundprinzipien des Libertarismus systematisch.

Der erste Denkfehler, den viele begehen, ist simpel: Sie glauben diesen Selbstdeklarationen ungeprüft.

Friedrich August von Hayek warnte bereits in Die Verfassung der Freiheit vor genau diesem Missbrauch libertärer Rhetorik. Seine Warnung ist heute aktueller denn je.

Der Libertarismus stellt individuelle Freiheit ins Zentrum – nicht als Privileg der Mächtigen, sondern als universelles Prinzip.

Hayek beschrieb Freiheit als Zustand, in dem Menschen ihre Ziele verfolgen können, ohne durch willkürliche Macht eingeschränkt zu werden – ob staatlich oder privat.

Drei Kernprinzipien sind entscheidend: 1. Freiwilligkeit, 2. Dezentralität und 3. Machtbegrenzung.

Libertarismus bedeutet nicht “Herrschaft der Reichsten”, sondern Begrenzung von Macht in allen Formen – staatlich wie privat.

Hayek warnte explizit: Auch Monopole und private Oligarchen bedrohen die Freiheit.

Peter Thiel, Mitbegründer von PayPal und Palantir, spricht gern über unternehmerische Freiheit und gegen Bürokratie. Seine Praxis erzählt eine andere Geschichte. Thiels Investitionen in KI und Überwachung etablieren Hierarchien, in denen wenige über viele entscheiden – das Gegenteil von Dezentralität. PPP (Public-Private Partnership) und Staatliche Symbiose. Palantir lebt von Staatsaufträgen, insbesondere vom US-Militär und Geheimdiensten. Die Verflechtung von privatem Profit und staatlicher Überwachung ist genau das, was echte Libertäre kritisieren würden. Thiels “Freiheit” dient vor allem seinen Geschäftsinteressen. In Zero to One feiert Thiel Monopole als unternehmerischen Erfolg. Für Hayek wären sie eine Bedrohung: Sie konzentrieren Macht, schränken Wahlfreiheit ein und untergraben spontane Ordnung. Thiels Libertarismus privilegiert wenige auf Kosten vieler.

Elon Musk inszeniert sich als Rebell gegen staatliche Regulierung. Seine COVID-Kritik und Freiheits-Rhetorik finden Anklang bei libertären Anhängern. Doch auch hier zeigt sich ein Muster. Tesla profitierte massiv von Subventionen und Steuervergünstigungen. SpaceX erhält milliardenschwere NASA-Aufträge. Musk kritisiert Regulierungen, die ihn stören, nimmt aber gern staatliche Unterstützung an, die ihm nützt. Diese Selektivität ist opportunistisch, nicht prinzipientreu. Seine Twitter-Übernahme zeigt die Präferenz für zentralisierte Macht. Als alleiniger Eigentümer kontrolliert er eine globale Kommunikationsplattform nach eigenem Gutdünken. Ein authentischer Libertärer würde Open-Source-Modelle und dezentrale Strukturen bevorzugen.“ https://open.substack.com/pub/futurevibes/p/falsche-etiketten-warum-thiel-und?

Die Zehn Gebote eines Liberalen

(von Bertrand Russel) https://archive.org/details/Bertrand-Russell_10-Gebote-eines-Liberalen

  1. Fühle dich keiner Sache völlig gewiss.
  2. Trachte nicht danach, Fakten zu verheimlichen, denn eines Tages kommen die Fakten
    bestimmt ans Licht.
  3. Versuche niemals, jemanden am selbständigen Denken zu hindern; es könnte dir
    gelingen.
  4. Wenn dir jemand widerspricht, und sei es dein Ehepartner oder dein Kind, bemühe
    dich, ihm mit Argumenten zu begegnen und nicht mit der Autorität, denn ein Sieg der
    Autorität ist unrealistisch und illusionär.
  5. Habe keinen Respekt vor der Autorität anderer, denn es gibt in jedem Fall auch
    Autoritäten, die gegenteiliger Ansicht sind.
  6. Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hältst, sonst
    unterdrücken diese Überzeugungen dich.
  7. Fürchte dich nicht davor, exzentrische Meinungen zu vertreten; jede heutige Meinung
    war einmal exzentrisch.
  8. Freue dich mehr über intelligenten Widerspruch als über passive Zustimmung; denn wenn die Intelligenz so viel wert ist, wie sie dir wert sein sollte, dann liegt im
    Widerspruch eine tiefere Zustimmung.
  9. Halte dich an die Wahrheit auch dann, wenn sie nicht ins Konzept passt. Denn es
    passt noch viel weniger ins Konzept, wenn du versuchst, sie zu verbergen.
  10. Neide nicht denjenigen das Glück, die in einem Narrenparadiese leben; denn nur ein
    Narr kann das für ein Glück halten.

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PS: Mein neues Buch „Public-Private Partnership“, ein satirischer Wirtschaftsroman, ist seit Anfang Oktober 2025 im Buchhandel erhältlich.

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