A-WEF Friedenskonferenz in Prag

Wie können wir mit friedlichen Mitteln den Krieg verhindern?

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Auf Einladung von AUF1 haben an der A-WEF-Konferenz in Prag am 21. und 22. November 2025 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien, Politik, Recht, Ärzteschaft und Kultur teilgenommen. Ich war eingeladen, an einem Strategiemeeting „Wie können wir mit friedlichen Mitteln den Krieg verhindern?“ mitzuarbeiten.

Die Konferenz wurde durch den ehemaligen Präsidenten der Tschechischen Republik, Prof. Dr. Václav Klaus eröffnet. Er war Vorsitzender des Bürgerforums (1990–1991) und der ODS (1991–2002). Zudem bekleidete Václav Klaus die höchsten Staatsämter der Tschechischen Republik: Von 1992 bis 1998 war er Ministerpräsident, von 1998 bis 2002 Vorsitzender des Abgeordnetenhauses und von 2003 bis 2013 Staatspräsident.

Wie können wir mit friedlichen Mitteln den Krieg verhindern? lautete das Thema der A-WEF Konferenz in Prag. Spannende Diskussionen und Analysen waren das Ergebnis gut organisierter Paneldiskussionen und Strategiegruppen: Den Schlusspunkt der Konferenz setzte die Unterzeichnung der Prager Deklaration „Alles für den Frieden!“ durch die Teilnehmer der Konferenz.

Die Prager Deklaration versteht sich als eine Friedenserklärung: nicht gegen jemanden, sondern FÜR den Frieden. https://www.stattzeitung.org/artikel-lesen/2025-12-13-prager-deklaration-alles-fuer-den-frieden-von-den-teilnehmern-des-alternativen-weltwirtschaftsforum-unterzeichnet.html

Mein Eindruck als Teilnehmer einer Strategiegruppe für den Frieden: Es gab respektvolle, spannende Diskussionen in konstruktiver Gesprächskultur auf durchgehend hohem Niveau, die professionell und objektiv moderiert wurden, ohne die in manchen Medien üblichen Unterbrechungen einzelner Panel-Teilnehmer. Wohltuend, wenn ganze Sätze zu Ende gesprochen werden und auch die Replik des Gesprächspartners nicht von „Moderatoren“ unterbrochen wird.

Mein Fazit: Trotz unterschiedlicher Perspektiven, die im konstruktivem Diskurs erläutert, analysiert und diskutiert wurden, besteht Einigkeit in folgenden Punkten:

  • Krieg ist eine Katastrophe für die Menschen. Lieber hundert Stunden verhandeln, als eine Minute schießen.
  • Krieg nützt nur jenen Organisationen und Investoren, die in das Geschäftsmodell Krieg investiert sind. Im November 2025 habe ich eine strategische Analyse des „Geschäftsmodells Krieg“ nach der im Management häufig verwendeten PEST-Methode (Political, Economical, Social, Technological Issues) ausgearbeitet. Das Ergebnis der strategischen Analyse habe ich am 17.September 2025 hier auf meinem Mittelstandsblog zusammengefasst und veröffentlicht: Die Strategie des Krieges als Geschäftsmodell
  • Unterschiedliche Meinungen, konstruktiver Diskurs und „ablehnbare Angebote“, wie es der große Ökonom und Philosoph Ludwig von Mises definiert hatte, sind unverzichtbare, grundlegende Bestandteile einer pluralistischen, lebendigen Demokratie.
  • Staatlich vorgeschriebene „Einheitsmeinungen“ und Zwangs-Narrative (massenmediale, unreflektierte Erzählungen, die „nicht hinterfragt werden sollen„), die sogenannte „Alternativlosigkeit“, (für mich das Unwort des Jahres), sowie Zensur, De-Banking und Hausdurchsuchungen gegen Menschen, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen und konstruktiv diskutieren, haben in einer funktionierenden Demokratie keine Berechtigung und sind daher eine Schande für jene Politiker, Richter und Staatsbeamten, die derartige Repressionsmaßnahmen gegen unbescholtene Bürger zu verantworten haben.
  • Wenn Demokratie und nationale Politik nicht als bloße Inszenierung in einer Art Stegreiftheater unter von supranationalen NGOs verfassten geopolitischen Drehbüchern begriffen wird, sondern unter den bestehenden demokratischen, rechtsstaatlichen Spielregeln stattfindet, so wie es zu Recht in den Bundesverfassungen und Grundgesetzen der Republiken in D-A-CH festgeschrieben ist, dann ist „Cancel-Culture“ (Absagekultur, Löschkultur, Zensurkultur) strikt verboten, weil es jede offene demokratische Diskussion, jede Form der Pluralität verhindern würde.
  • Das Leben wäre langweilig, unwürdig und inhuman und es gäbe keinen Fortschritt, wenn alle Menschen nur eine einzige, verordnete Einheitsmeinung äußern dürften.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2026 – im Frieden, ohne Krieg – wünscht Ihnen

Walter Schönthaler

Ein Kommentar

  1. Noch können wir die Zukunft gestalten, den Frieden verteidigen.
    Lassen wir uns von Polemik und unsachliche Angriffen nicht beirren!
    Frieden lohnt sich für uns alle!

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