Energiepolitik China und EU (Quelle: Shutterstock_2848535415)

Schon gewusst? China, der weltgrößte CO2-Emittent, stößt seit 2024 PRO-KOPF mehr CO2 aus als Deutschland oder Österreich.

Und die Reaktion der EU-Kommission? Sie erhöht den Druck auf ihre Mitgliedsstaaten

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Gleich zu Beginn eine Klarstellung: ich bekenne mich zu unserem demokratisch-freiheitlichen Rechtsstaat, zur Verfassung und den Gesetzen der Republik Österreich und lehne Diktaturen wie die Volksrepublik China kategorisch ab. 

Meine Kritik an der EU-Energiepolitik in diesem Essay richtet sich an die EU-Kommission, die ihre nationalen Mitgliedsstaaten mit dem EU-Climate Law 2021/1119 und der Lastenteilungs-Verordnung (ESR) weiterhin und verstärkt unter Druck setzt, obwohl die „Volksrepublik“ China, der weltgrößte Emittent von CO2-Emissionen, im Laufe des Jahres 2024 auch beim PRO-KOPF-Ausstoß von CO2-Emissionen Deutschland und Österreich überholt hat, was die ideologisch deklarierte Rettung des Weltklimas vor dem ausschließlich menschengemachten Klimawandel konterkariert und faktisch unmöglich macht.

Die Website „Our World in Data“ überrascht uns mit aktuellen, nüchternen Zahlen, die jedoch im klimapolitischen Kontext dramatische Ergebnisse bringen. Denn die Statistik belegt nun auch mit simplen Zahlen, was vielen selbstdenkenden und verantwortungsbewussten Menschen schon lange bekannt ist: Dass es für Deutschland und Österreich unmöglich ist, den Klimawandel, dessen Existenz niemand bezweifelt, durch eine milliardärsplanwirtschaftliche Bewirtschaftung des Energiesektors zu steuern.

Die folgende Grafik (CO2 emissions per capita) zeigt die Entwicklung der sog. „CO2-Emissionen“ bis 2024, im Durchschnitt pro Person. https://ourworldindata.org/grapher/co-emissions-per-capita?country=CHN~AUT~DEU

Ein „statistischer Bürger“ der Chinas verbrauchte 2024 pro Jahr durchschnittlich 8,66 Tonnen CO2. Ein Bewohner Deutschlands verbraucht 6,77 Tonnen CO2 und ein Einwohner in Österreich verbraucht im Durchschnitt 6,18 Tonnen CO2. Vor zwei Jahrzehnten, im Jahr 2000, war die Rangfolge noch umgekehrt: China: 2,87 Tonnen pro Kopf, Österreich: 8,26 Tonnen pro Kopf, Deutschland 10,99 Tonnen pro Kopf. Hier ist der Link zu den Zahlen mit dynamisierter Grafik >>: https://ourworldindata.org/grapher/co-emissions-per-capita?country=CHN~AUT~DEU

Fakt ist, dass in Deutschland und Österreich pro Person 2024 um ein Fünftel bis ein Drittel weniger CO2 „emittiert“ wurde als in der Volksrepublik China. Gemäß ihrer sozialistischen Verfassung steht die Volksrepublik China „unter der demokratischen Diktatur des Volkes, wird jedoch von Beginn an durchgehend von der Kommunistischen Partei (KPCh) autoritär bis totalitär regiert. Bis heute werden ihr schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Das totalitäre Regime in China ignoriert die Klima-Ideologie des „ausschließlich menschengemachen Klimawandels, ausgenommen Emissionen durch Kriege“, nutzt jedoch das Klimageschäftsmodell und baut jedes Jahr hunderte Kohlekraftwerke, Kernkraftwerke, aber auch Photovoltaik-Anlagen und Windkraftanlagen.

Das Klima lässt sich noch weniger treffsicher prognostizieren wie das Wetter für die übernächste Woche. Die Klimaprognosen beruhen auf den Input in die Computerprogramme mit verknüpften Funktionsgleichungen von dutzenden Faktoren, wie Sonne, Wasserdampf, Meeresbewegungen, Vulkanausbrüchen, Emissionen durch Kriege etc., deren tatsächliche Faktor-Verknüpfung und Interaktionen niemand kennt. „Komplexitätsforscher“ und „Klimaexperten“ wollen das Klima „retten“, aber können nicht einmal das Wetter für die nächste Woche verlässlich vorhersagen.

Übersicht über die absoluten CO2-Emissionen von China, USA, Deutschland und Österreich im Jahr 2024.
Wo, bitte, ist hier Österreich?

In der obenstehenden Grafik der „Annual CO2-Emissions“ ist Österreichs Austro-CO2 mit Lesebrille noch als horizontaler Strich knapp als rote Linie parallel zur X-Achse auszumachen >> Kein Wunder, emittierte die Alpenrepublik am Gängelband der EU-Kommissare die im Vergleich zu anderen Industriestaaten lächerlich geringe Menge von 56,4 Millionen Tonnen CO2, das sind eineinhalb Tausendstel (0,15 %) der C02-Weltmenge.

Deutschland, die fünftgrößte Industrienation der Welt, emittiert 572 Millionen Tonnen CO2, das ist etwa die zehnfache Menge von Österreich und entspricht etwa dem 10:1 Verhältnis der Bevölkerungszahl. In der Grafik kann abgelesen werden, dass die CO2-Emissionen in Deutschland zurückgegangen sind. Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, der Mittelstand, wandert trotz der Umstellung von Marktwirtschaft auf Kriegswirtschaft weiter ab.

Das energiepragmatische, totalitäre und menschenrechtsverletzende Regime in China hingegen, mittlerweile die größte Wirtschaftsmacht der Welt, baut seine Energieversorgung mit der Zielsetzung, Autarkie zu erreichen, zügig weiter aus, wobei das Weltklima die chinesische Politik wenig zu interessieren scheint.

Die Doppelstrategie der Chinesischen Regierung:

Im staatskommunistischen China ist es egal, ob fossile Energie oder Solar- und Windkraft verwendet wird: Es wird gebaut, was Energie bringt. https://orf.at/stories/3306866/

China betreibt eine Strategie des Entweder – UND – Oder, des Yin und Yang. Denn China hat 2025 nicht nur Kohlekraftwerke, sondern auch seine Kapazitäten bei Solar- und Windkraft rasant ausgebaut. Das Ausmaß dieses Ausbaus ist enorm“, sagt Christine Shearer von Global Energy Monitor. „Allein 2025 hat China mehr Kohlekraftkapazität in Betrieb genommen als Indien im gesamten vergangenen Jahrzehnt.“ https://www.derpragmaticus.com/r/china-energiesicherheit

Österreichs und Deutschland sollen das Klima der Welt retten, aber der Anteil der beiden „Klima-Retter-staaten“ an den CO2-Emissionen beträgt zusammen nur 1,63 Prozent (0,15 % in Österreich und 1,48 % in Deutschland), wie folgende Grafik zeigt:
Die „Welt-Klimarettung“ ist unfinanzierbar

Der OECD-Bericht Österreich 2026 beschreibt die Situation auf Seite 41 ff: https://www.oecd.org/en/publications/oecd-economic-surveys-austria-2026_7cea027b-en.html

„Die Energiewende wird die öffentlichen Finanzen zusätzlich belasten, und ihre fiskalischen Auswirkungen spiegeln sich in den offiziellen Prognosen der EU und der [österreichischen] Regierung noch nicht vollständig wider. (Abbildung 1.19). Die zusätzlichen langfristigen Kosten im Zusammenhang mit klimapolitischen Maßnahmen werden bis 2050 auf 1,1 % des BIP und bis 2070 auf 1,3 % geschätzt. (Österreichischer Finanzrat, 2025). Eine wesentliche Ursache für den Haushaltsdruck wird der Rückgang der Einnahmen aus den Energiesteuern sein, der aufgrund des sinkenden Ölverbrauchs bis 2060 voraussichtlich um 0,6 % Prozentpunkte des BIP sinken wird. Darüber hinaus könnten sich die potentiellen Kosten für die Nichteinhaltung der EU-Lastenteilungsverordnung – die durch Emissionen über dem Zielwert entstehen – bis 2050 um 0,7 Prozentpunkte des BIP erhöhen.“

(Übersetzung aus dem Englischen)

Die Entwicklung der vier Kostentreiber „Klimaschutz“, Renten, Bildung und Pflege kann man besser erkennen, wenn man aus der zusammengesetzte Grafik der OECD die Staatsausgaben für den Klimaschutz herausrechnet:

An der obigen Grafik ist klar erkennbar: Die Staatsausgaben für den Planwirtschaftlichen Klimaschutz als Prozentsatz des BIP werden nach den OECD-Prognosen kontinuierlich anwachsen.

Der Anteil Österreichs an den CO2-Emissionen beträgt winzige 0,15 %
Wieviel muss die "grüne Lunge" der Österreichischen Alpenrepublik, die bloß 0,15 % (eineinhalb Tausendstel) des ausschließlich durch die Menschen gemachten Klimawandels" verursacht, eigentlich noch an CO2 einsparen, um die Welt vor dem Klimakollaps zu retten?

Zur „Erreichung der Klimaziele 2030“ und zur „Klimaneutralität Österreichs“ im Jahr 2040, die im Regierungsprogramm der Bundesregierung als Zielwert angegeben wurde, sind nach den Vorgaben der EU, insbesondere der EU-Lastenteilungsverordnung (ESR) für das kleine und hauptsächlich mit sauberer Wasserenergie arbeitende Österreich weitreichende Transformationsschritte erforderlich.

Denn die ideologische Einschnürung ihrer Mitgliedsstaaten reicht den EU-Kommissaren und den Lobbyisten des Klimageschäftsmodells offensichtlich noch nicht.

Die Revision der „Lastenteilungs-Verordnung“ der EU-Kommissare vom 19. April 2023 in der Verordnung (EU) 2023/857 sieht für Österreich bis zum Jahr 2030 eine weitere Verschärfung der Reduktion der Treibhausgasemissionen (außerhalb des Emissionshandels und Landnutzung) von -36% auf -48%(!) gegenüber dem Jahr 2005 vor. Ab dem Jahr 2022 sieht der Zielpfad zudem eine steilere Reduktion vor als jene, die zwischen 2021 und 2022 zur Anwendung gekommen ist.

Darüber sieht und hört die „lastenteilende“ Bevölkerung der Republik Österreich nichts… – weder von den Politikern noch von den Medien.

Gemäß der Governance-Verordnung der EU-Kommissare musste Österreich die nötigen Klimaschutzmaßnahmen in einem Nationalen Energie- und Klimaplan im Dezember 2024 detailliert festlegen und von den EU-Kommissaren genehmigen lassen.

0,15 % der CO2-Emittenten auf unserem schönen Planeten beschließen einen nationalen Energie- und Klimaplan, der die Welt retten soll. Darüber hätte selbst George Orwell bitter-herzlich lassen müssen.

Sollte Österreich seine ESR-Zielsetzung verfehlen, müsste Österreich zeitnah Maßnahmen ergreifen, um durch weitere Klimaschutzvorhaben in Österreich und durch Zukauf von Klimazertifikaten (Ablasspapieren) aus anderen Ländern „gesichert die Zielsetzung gemäß ESR zu erreichen“ . So ließen die EU-Kommissare verlautbaren.

Die linke Haltungszeitung „Der Standard“ nannte das Problem schon im Vorjahr in einem Artikel klar beim Namen: Verfehlt Österreich das Klimaziel, drohen Kosten von 5,9 Milliarden Euro: https://www.derstandard.at/story/3000000271060/verfehlt-oesterreich-das-klimaziel-drohen-kosten-von-59-milliarden-euro

Verzweiflungstat? Jetzt will Die Regierung das CO2 im Boden vergraben

„Ein Werk, das sein CO2 weder vermeiden noch speichern darf, zahlt dauerhaft für jede Tonne, und diese Rechnung wächst mit jedem Jahr. Mit der Aufhebung des Speicherverbots geben wir diesen Betrieben eine Perspektive am Standort Österreich. Die Speicherung von Treibhausgas ist eine Ergänzung im Klimaschutz und kein Ersatz für Maßnahmen zur Klimaneutralität“ betonte der österreichische Finanzminister Markus Marterbauer pflichtschuldigst, um die Hoffnung auf Erleichterungen für die Bevölkerung gar nicht erst aufkommen zu lassen. https://orf.at/stories/3442800/

Damit ist klar: Dem Mittelstand wird durch das Verbuddeln von CO2, das Carbon Capture and Storage (CCS) wie es die EU-Technobürokraten nennen – keine Erleichterung gegönnt.

Wir leben in einer spannenden Zeit. CO2 wird in der Erde vergraben und als Killergas gegen unseren Planeten propagandiert. CO2 ist jedoch in Wirklichkeit der Stoff des Lebens, der die Photosynthese ermöglicht und den für uns und andere Lebewesen existenznotwendigen Sauerstoff erzeugt.

Wenn Ihnen in dieser verrückten Zeit dennoch der Schmäh (österreichisch für Humor) trotz dauernder Angstnachrichten noch nicht gänzlich verlorengegangen ist, kann ich Ihnen abschließend noch einen satirischen Podcast anbieten, der sich auf eine Forschungsarbeit des Max-Planck-Instituts aufsetzt: Faule Menschen schützen das Klima, indem sie weniger CO2 verbrauchen: https://www.mittelstandsblog.blog/warum-unsere-lunge-ein-klimaschaedling-ist-und-faule-menschen-das-klima-schuetzen-achtung-satire/

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