Korporatismus

  • Am 12. Juni 1994 habe ich falsch entschieden

    Zwischen der offiziellen Version der politischen Willensbildung und der tatsächlichen Willensbildung in der Alpenrepublik klafft ein Loch, das immer größer wird.

    Dies ist besonders daran festzustellen, dass der Anteil der Gesetze, die auf Vorgaben der EU zurückzuführen sind und von österreichischen Nationalrat „nach-beschlossen“ wurden, ständig steigt.

    Im Februar 2026 wurde in der Politischen Vierteljahresschrift, welche vom Springer Konzern herausgegeben wird, eine Arbeit publiziert, die untersucht hat, wie hoch der Anteil der EU-Vorgaben auf die nationale Gesetzgebung in Deutschland ist und wie er sich während der vergangenen Jahre entwickelt hat.

    Die EU diktiert politische Willensbildung , während nationale Parlamente an Bedeutung verlieren.

    In der wissenschaftlichen Arbeit wird nachgewiesen, dass der Anteil an nationalen Gesetzeserlassen, die auf Beschlüsse der Europäischen Union zurückgehen, stetig zugenommen hat. Die steilsten Anstiege der EU-Vorgabe auf die nationale Gesetzgebung der Mitgliedsstaaten der EU sind in der Wirtschaftspolitik und der Verkehrspolitik zu verzeichnen. Die Studie kommt zu folgendem Schluss:

    „Die Befunde haben weitreichende Konsequenzen für mitgliedstaatliche Regierungen und Parlamente, weil immer mehr Rechtsakte der EU umzusetzen waren und anzuwenden sind, wodurch sich Gestaltungsspielräume in der nationalen Politik verringert haben.“

    Das Ergebnis der Studie in der politischen Vierteljahresschrift ist bedeutsam, aber für politisch Interessierts schon lange keine Überraschung mehr. Schon Anfang 2007 behauptete der ehemalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog, dass in Deutschland der Großteil der Gesetze durch die EU bestimmt werden. Die Verschiebung der Gesetzesinitiativen von nationalen Parlamenten zu den EU-Kommissaren war klare Absicht: 1988, vor 38 Jahren, sagte der damalige Präsident der EU-Kommission, Jacques Delors: „In zehn Jahren werden 80 Prozent der Wirtschafts-Gesetzgebung, und vielleicht auch der Steuer- und Sozialfragen, von der Europäischen Gemeinschaft geregelt werden.
    Im Nanny-Staat Österreich hingegen erklärt man jungen Leuten, das es die österreichischen Parteien sind, die sie wählen können, um die politischen Willensbildung in ihrem Land selbst zu beeinflussen.

    Die offizielle Version liest sich so: Das „Politik-Lexikon für junge Leute“ im Auftrag des österreichischen Bildungs-Ministeriums beschreibt den offiziellen Prozess der politischen Willensbildung in Österreich:

    „Wählerinnen und Wählern muss nähergebracht werden, warum sie sich für die eine oder andere Partei entscheiden sollen. Deshalb versuchen politische Parteien, ihre Ziele darzulegen und um Stimmen bei der nächsten Wahl zu werben. Alle haben dann die Möglichkeit, aus den unterschiedlichen Angeboten zu wählen und jener Partei ihre Stimme zu geben, von der sie sich am ehesten vertreten fühlen.“

    Der „Wettbewerb der Parteien um die Stimmen der Wähler“ ist nur ein kleiner Teil der politischen Willensbildung, nicht nur in quantitativer, sondern auch in qualitativer Hinsicht. Auffallend ist die wachsende intellektuelle und moralische Kluft zwischen manchen politischen Repräsentanten und dem Durchschnitt der Bevölkerung.

    Das Gelöbnis, welches der Bundespräsident, der Bundeskanzler und die Bundesminister beim Amtsantritt abgeben müssen, fordert unmissverständlich und ausschließlich die unbedingte Loyalität der Top-Exekutive zur Republik Österreich:
    In den wesentlichen Punkten können die Ziele der Union nur durch eine Einschränkung der Souveränität der 27 Nationalstaaten erreicht werden. Eine zunehmend totalitäre Lobby-Union wirkt den Zielen und Verfassungen souveräner, unabhängiger Nationalstaaten diametral entgegen. Die EU als „europäische Union“ und ihre Kommissare machen immer weniger ein Geheimnis daraus, dass sie keine souveränen Nationalstaaten wollen, die ihre zentralistischen Beschlüsse mit ihren Vetorechten blockieren können.

    Auch die Mehrzahl der rund 29.000 Lobbyisten, die laut Lobbycontrol e.U. allein in Brüssel für Konzerne, NGOs und Interessenvertretungen tätig sind, arbeiten für Organisationen, die von weitgehend entmachteten Nationalstaaten träumen. Seit den „Europawahlen“ haben die Eurokraten es durchgesetzt, dass unser Europa, das 46 Staaten umfasst, im offiziellen Sprachgebrauch mit der EU (27 Staaten), einem Teil Europas, gleichgesetzt wird.

    EU-Politiker und ihre Lobbyisten nutzen seit jeher Krisen und Notlagen, um die Kompetenzen der EU-Kommissare in Brüssel Schritt für Schritt auszuweiten.

    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ (Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident a.D.,)

    Nach der Finanzkrise, der Pandemie, der Energiekrise und dem Ukraine-Krieg mangelt es nicht an „Rechtfertigungen“ für die voranschreitende Macht der EU-Administration. Demokratische, souveräne Nationalstaaten und eine zentralistische EU sind Gegensätze, die immer weniger in Einklang zu bringen sind.

    Politische Unternehmen haben die Ideologie der Grünen operativ nutzbar, kontrollierbar und mit der CO2-Erzählung auch operativ messbar gemacht. Aus der diffusen, idealistischen Träumerei der Grünen haben die Profis aus der Milliardärs-Planwirtschaft („Competition is for Losers!“) eine operativ hochwirksame Ideologie gemacht. Mit dem „ausschließlich menschengemachten Klimawandel“ und dem Green Washing-Ablasshandel der Klimazertifikate und CO2-Steuern haben sie das größte und profitabelste Geschäftsmodell, dass es je gab, erfunden und effizient und effektiv implementiert. Die Planwirtschaftler und Stakeholderisten haben es sogar geschafft, ihre früheren Kritiker über NGOs und finanzielle Zuwendungen und Public-Private-Partnerships nach dem Stakeholder-Modell des World Economic Forums in totale wirtschaftliche Abhängigkeit zu bringen. Seit der Niederschlagung der Occupy Wallstreet Bewegung, 2011, die eine Verringerung des Einflusses der marktbeherrschenden Monopolkonzerne auf politische Entscheidungen und Chancengleichheit für mittelständische Unternehmen forderten, scheint der Widerstand gebrochen und es stehen den ökosozialistischen Planwirtschaftlern alle Türen offen.

  • Mein neues Buch „Public-Private Partnership“ ist ab sofort im Buchhandel erhältlich

    Mein Buch „Public-Private Partnership – How big corporations collude with governments as competition is for losers“ ist seit 09.09. bei BoD in englischer Sprache im internationalen Buchhandel erhältlich.

    Worum geht es bei dem Buch?

    Public-Private Cooperation (PPP) ist das Mission Statement (der Organisationszweck) des World Economic Forums: https://www.weforum.org/about/world-economic-forum/

    Das Buch beschreibt die rasch wachsende Verschmelzung von Monopolkonzernen und Regierungen durch diese zunehmend eskalierenden PPPs. Eine der wesentlichen Eigenschaften der PPP ist ihre strikte Vertraulichkeit, das Abschöpfen öffentlicher Steuermittel durch private Monopolkonzerne und ihre planwirtschaftliche Wirkung durch die Ausschaltung der Marktwirtschaft und der Konkurrenz. „Competition is for Losers“ „Competition is for Losers“ ist das neue Mantra der „strategischen Partner“.

    Das Buch ist in der Form einer Romansatire geschrieben: die Rahmenhandlung wird erzählt von zwei Münzen, die unter den Check-out Counter eines Supermarktes gefallen sind. Ein 20-Cent-Stück, genannt Koin Senior, erzählt die Geschichte seinem jüngeren Kollegen Koin, Jr., einem 1-Cent-Stück.

    Der bedeutende österreichische Ökonom und Politiker Dr. Joseph Schumpeter (1883–1950) unterschied zwischen zwei Arten von Unternehmern: den „Entrepreneur” und den „Arbitrage-Geschäftsmann”.

    Laut Schumpeter schaffen die Entrepreneure in der Realwirtschaft durch innovative Konzepte, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen wirtschaftlichen Mehrwert und steigern den Wohlstand.

    Die Unternehmer der zweiten Gruppe beschreibt Schumpeter als Arbitrage-Unternehmer. „Der Arbitrage-Unternehmer nutzt Informationen zu seinem Vorteil.“ In letzter Zeit sind Arbitrage-Unternehmer zunehmend in die Politik vorgedrungen.

    Benjamin Mudlack, Autor des Buches Neues Geld für eine freie Welt, erweiterte die heutige, Form des Arbitrageunternehmers zum Begriff des „politischen Unternehmers”.

    Politische Unternehmer besitzen keine Produktionsmittel. Stattdessen üben sie feindselige Handlungen aus, wie beispielsweise die Schaffung und Durchsetzung von Gesetzen durch PPP, die Rechte unter Androhung von Gewalt festlegen. Diese Gesetze verschaffen politischen Unternehmern indirekt Zugang zu Produktionsmitteln. Dies geschieht in Form von Steuererhebungen oder bürokratischen Maßnahmen. Wie die Politik sollte auch Lobbyarbeit als politisches Unternehmertum betrachtet werden.

    Politisches Unternehmertum steht in diametralem Gegensatz zur freiwilligen/Marktwirtschaft. Es schafft weder Produktion noch Wohlstand. Stattdessen nährt es sich vom Wohlstand, den wirtschaftliche Unternehmer geschaffen haben. Daher können politische Unternehmer ohne die Produktivkräfte wirtschaftlicher Unternehmer nicht existieren.

  • Alpenrepublik am Gängelband

    Österreich hat seine Souveränität längst europäischen Sachzwängen untergeordnet. Statt der Bürger regieren große Konzerne mit.

    Neutral wollte Österreich sein. Und die Führung des Landes sollte radikal dem Wohl der Bürger verpflichtet sein. Davon ist in den 20er-Jahren des 21. Jahrhunderts nicht mehr viel übrig. Man hat sich ganz der EU und ihrer freiheitsfeindlichen Agenda verpflichtet und sich ebenso auf eine harte Frontstellung gegenüber Russland eingelassen. An der FPÖ, die das alles nicht will, wird konsequent vorbeiregiert. Wen interessiert schon die Partei, die vom Souverän auf Platz 1 gewählt wurde? Die Kräfte, denen sich die österreichische Führungsschicht derzeit verpflichtet fühlt, sind ganz andere. Monopolkonzerne und Finanzmärkte regieren ungeachtet ihrer mangelnden demokratischen Legitimation ohne alle Skrupel.

  • Monopol-Konzerne kooperieren mit Regierungen. [7 Minuten Broadcast aus meiner Romansatire „Die Philanthropen]

    HÖRPROBE AUS MEINEM ROMAN: Politik und Wirtschaft gelten als zwei getrennte Gebiete. Politiker machen Gesetze. Unternehmen machen Produkte oder bieten Dienstleistungen an.

    Aber stimmt das heute überhaupt noch?

    Fragen Sie sich seit 2020 auch manchmal, warum es immer schwieriger wird, zu unterscheiden, wo der private Sektor aufhört und wo die Regierung beginnt?
    Die Antwort heißt PPP.
    Ich habe darüber einen satirischen Science Fiction Roman geschrieben.

    In dem untenstehenden Link hören Sie einen Textauszug aus meinem Roman „Die Philanthropen“.

    Das Buch ist im guten Buchhandel, bei Amazon oder direkt beim Einbuch Literaturverlag Leipzig erhältlich.

Keine weiteren Inhalte

Keine weiteren Inhalte